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Bestattung in Winterthur – Auf dem Friedhof Rosenberg gibt es neu Waldgräber

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Bestattungsplanung

An die Stelle eines Grabsteins tritt beim neuen Ruhewald auf dem Friedhof Rosenberg eine schlichte Markierung. Bei einem Ruhebaum kann die Asche von acht Personen beigesetzt werden.Foto: Madeleine Schoder

Im Kanton Zürich darf man die Asche von Verstorbenen grundsätzlich privat verstreuen. Davon ausgenommen sind Flüsse und Seen. Stadtrat Stefan Fritschi (FDP) spricht gegenüber den Medien von einem Trend: «Immer mehr Angehörige nehmen die Urne ihrer Verstorbenen mit nach Hause, und immer mehr wünschen eine naturnahe Bestattung.»

Das zeigt etwa die grosse Nachfrage nach Baumgräbern auf dem Friedhof Rosenberg. Die Bäume dafür wurden extra gepflanzt, die Gräber darunter sind mittlerweile fast alle belegt. Deshalb bietet die Stadt neuerdings Gräber in einem sogenannten Ruhewald an. Direkt an den Friedhof Rosenberg angrenzend können hier Verstorbene entlang des Seuzacherwegs beigesetzt werden.

Jungwald als letzte Ruhestätte

Bei der ausgewählten Fläche habe man «die stärksten, zukunftsfähigsten Jungbäume ausgewählt und markiert», schreibt die Stadt in ihrer Medienmitteilung. Diese dienen zukünftig als sogenannte Ruhebäume. Unter einem solchen Laubbaum kann die Asche von acht Verstorbenen vergraben werden. Erdbestattungen im Wald sind nicht möglich.

«In der neuen Bestattungsform sind die Vorteile eines normalen Friedhofs mit jenen eines Waldes kombiniert», sagt der Leiter von Stadtgrün Winterthur, Beat Kunz. Zudem könnten die Förster hier gewährleisten, dass die Bäume mindestens 25 Jahre stehen und nicht abgeholzt werden. Letzteres könne geschehen, wenn Hinterbliebene die Asche ihrer Verstorbenen selber im Wald ausstreuten.

Aus Pietätsgründen werden in Zukunft rund um die neuen Waldgräber keine schweren Fahrzeuge mehr eingesetzt. «Stattdessen werden wir seilunterstützt fällen und mit Pferden arbeiten», so Kunz. Laut Fritschi sollen auf der 3,2 Hektaren grossen Fläche im Lindbergwald zudem keine Sportveranstaltungen – beispielsweise Orientierungsläufe – mehr stattfinden dürfen. Sonst aber bleibt vieles beim Alten.

Ruhewald bleibt Wald

Denn die Verantwortlichen betonen, dass der Ruhewald ein Wald bleibt. Deshalb wird zum Beispiel die Asche ohne Urne beigesetzt. Wegen der strengen Waldvorschriften dürfen im Ruhewald ausserdem keine Blumen niedergelegt werden. Auch sonstige Gegenstände werden laut Peter Grolimund, Leiter des Friedhofs, «rigoros» entfernt. Namenstäfelchen sucht man ebenfalls vergeblich.

Die Trauernden finden am Seuzacherweg eine Tafel mit den Standorten der Ruhebäume. Zudem ist das Gebiet in neun sichtbare Sektoren unterteilt. Die Bäume selbst sind mit farbigen Ringen um den Stamm markiert und tragen aufgemalte Nummern.

Bestattungsplanung

Der zuständige Projektleiter Philipp Uerlings vor der Orientierungstafel des Ruhewalds. Diese soll den Trauernden helfen, die entsprechenden Bäume zu finden.Foto: Madeleine Schoder

Stadt glaubt an Nachfrage

Im Moment sind 200 Ruhebäume für 1600 Aschebestattungen verfügbar. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass die Bäume im Ruhewald gefragt sein werden. Die Stadt gab vor einem Jahr bekannt, dass sie Waldgräber plant. Seither habe die Friedhofsverwaltung bereits mehrere Anfragen erhalten, sagt der zuständige Projektleiter Philipp Uerlings.

Und wie sieht es mit den beinahe vollständig belegten Baumgräbern auf dem Friedhofsgelände aus? Hier sei man auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, versichert Fritschi. Diese Suche sei aber nicht einfach bei einem denkmalgeschützten Friedhof, wie jener auf dem Rosenberg einer ist.

Vor der Beisetzung befindet sich die Asche noch in einer Schmuckurne. Danach wird sie ohne Urne in ein Erdloch eingelassen.Foto: Madeleine Schoder

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