Erbe: Was passiert nach meinem Tod mit meinem digitalen Nachlass?

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Bestattungsplanung

Das Leben nimmt ein Ende, aber der Social-Media Account lebt weiter: Doch die Wenigsten wissen, wie der digitale Nachlass geregelt wird und warum das so wichtig ist.

Frankfurt – Viele Menschen führen mittlerweile zwei Leben: Ein analoges und ein digitales. Nach dem Tod können die Behörden und Bestattungsunternehmen helfen, das analoge Leben zu verwalten. Beim Erbe sollte man einige Dinge beachten. Besonders wenn Sie Eigentum besitzen, sollten Sie über die Erbschaftsteuer-Regeln Bescheid wissen. Doch mit dem digitalen Nachlass kennen sich die wenigsten Menschen aus, obwohl gerade hier Handlungsbedarf besteht. Wer seine Angelegenheiten in der Online-Welt nicht regelt, riskiert, zur Accountleiche zu werden und andere Menschen zu gefährden.

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Grundsätzlich gehören alle digitalen Besitztümer, Konten und Datenträger zum digitalen Nachlass. Dazu zählen beispielsweise Dokumente, Musik, Bilder, Festplatten, Websites und eben auch Nutzeraccounts auf Social Media.

Früher wurde der Zugang zu Accounts für die Hinterbliebenen immer wieder von manchen Online-Diensten blockiert. Seit 2018 gehört auch der digitale Nachlass durch einGrundsatzurteildes Bundesgerichtshof (BGH) zum Erbe dazu. Selbst wenn der Verstorbene in den Nutzereinstellungen etwas anderes festgelegt hat, dürfen Erben über die Online-Konten verfügen.

Wer auch nach dem Tod das digitale Leben nach eigenem Willen gestalten möchte, sollte deshalb vorsorglich handeln. Mittlerweile gibt es einige Irrtümer und Mythen rund ums Thema Erben, über die jeder aufgeklärt sein sollte.

Wer seine Online-Accounts für den Sterbefall vorbereiten möchten, sollte in erster Linie eine Liste der Konten mit dem jeweiligen Passwort anfertigen. Zudem hat jeder auch die Chance, eine Vertrauensperson mit einer Vollmacht als digitalen Nachlassverwalter zu bestimmen. Allerdings muss die Vollmacht nicht nur Unterschrift, Ort und Datum beinhalten, sondern auch die Kennzeichnung über die Gültigkeit „über den Tod hinaus“. Die Verbraucherzentrale hat dafür eine Muster-Vollmacht.

Mittlerweile gibt es auch Online-Dienste, die für den Nachlass beauftragt werden können, doch davor warnt Verbraucherschützerin Christine Steffen in der Apotheken Umschau. „Solche Anbieter kosten nicht nur Geld. Es kann auch keiner garantieren, ob es die Firma nach ihrem Tod immer noch gibt oder sie den Vertrag genauso einhält“, so Steffen.

Wenn nichts anderes festgelegt wurde, sind die Erbenden für die digitalen Angelegenheiten zuständig. Um an die Zugangsdaten zu kommen, damit Accounts gelöscht oder Abos verwaltet werden können, brauchen die Hinterbliebenen allerdings einen Erbschein, der Zeit und Geld in Anspruch nimmt.

Verbraucherschützerin Steffen appelliert, so viel wie möglich vorab zu klären, um die Hinterbliebenen zu unterstützen. „Das ist eine unglaubliche Erleichterung, wenn man konkret im Vorfeld gesagt hat, wie es laufen soll und Zugangsdaten liefert“, erklärt Steffen.

Accountleichen sollte man in jedem Fall vermeiden, da diese auch zum Sicherheitsrisiko werden können. Unbekannte könnten sich in die Accounts hacken und Bilder und Videos für kriminelle Zwecke verwenden. Bei einem Hackerangriff auf den Account von Donald Trumps Sohn haben Unbekannte fälschlicherweise den Tod von Donald Trump bekannt gegeben. (cg)

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