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Vorerst keine Baumbestattungen auf dem Tirschenreuther Friedhof

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Bestattungsplanung

Die letzte Ruhestätte im Wurzelwerk unter einem grünen Blätterdach: Aufgrund der Friedlichkeit in der Natur, aber auch wegen des Wegfalls der Grabpflege entscheiden sich viele Menschen zu Lebzeiten für eine Bestattung unter einem Baum. Der Anteil dieser Form der Bestattung stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich, schreibt die Junge Union in ihrem Antrag – sie setzt sich für Baumbestattungen auf dem städtischen Friedhof ein. Das Thema diskutierte der Bauausschuss in seiner vergangenen Sitzung.

Wie die JU mitteilt, sei der Vorteil, dass sich die Angehörigen nach dem Tod der Verwandten nicht um die Grabstätte kümmern müssten. Weiter böten Baumbestattungen die Möglichkeit, „nicht in Reih‘ und Glied“ seine letzte Ruhestätte finden zu müssen. Mit den Baumbestattungen würde ein kleiner „Wald“ auf dem eigentlichen Friedhof entstehen. Die so gepflanzten Bäume würden sich auch positiv auf die Umweltbilanz auswirken, das Klima fördern und einen Mehrwert an Flora und Fauna bieten. Außerdem seien Baumbestattungen platzsparend.

Als möglichen Standort bringt die JU die freie Fläche am oberen Friedhof neben den aktuellen Urnengräbern ins Spiel. Falls dieses Areal bereits verplant sein sollte, sieht die JU den Mühlbühlpark rund im die christliche Freiluftgrotte als Alternative.

Laut Friedhofsverwaltung bieten sich Baumbestattungen vor allem auf größeren umgestalteten Teilbereichen eines Friedhofs an, wenn Reihengrabfelder zusammenhängend frei werden oder bereits ein größerer Baumbestand vorhanden ist. Auf dem Alten Friedhof gebe es solche zusammenhängenden Freiflächen nicht. Auch beim neuen Teil des Friedhofs sei die gestalterische Planung mit Hecken-Abteilungen weitgehend festgelegt. Zwar seien viele Bäume als Rahmenpflanzung vorhanden. Diese eignen sich allerdings nicht für eine Bestattung. „Für einen gestalterisch ansprechenden Baumhain fehlt schlicht der Platz“, teilt die Friedhofsverwaltung mit. Die Bestattung in biologisch abbaubaren Urnen sei in Tirschenreuth möglich, werde aber bisher nur selten gewählt.

Auf dem Friedhof seien in beiden Teilen verschiedene Urnenbestattungen möglich. Auf dem alten Teil des Gottesackers gelte keine Gestaltungssatzung, so dass ohnehin eine Grabstelle in der Nähe eines Baumes belegt werden könne – ohne eine Anlage erstellen zu müssen.

Zum Argument der Pflege schrieb die Friedhofsverwaltung, dass in Gemeinschaftsgrabanlagen sowie Urnennischen ausreichend pflegefreie Urnenplätze vorhanden seien. Und: „Nach bisheriger Erfahrung wird zwar oft ein pflegefreies Grab gewünscht, dann aber doch ein gewisser Aufwand mit Blumenschmuck und Kerzen betrieben.“ Dies stehe im Widerspruch zur Friedhofsordnung. Verwelkte Sträuße oder abgebrannte Kerzen würden von Angehörigen später nicht weggeräumt und unschön aussehen. Dies würde wahrscheinlich auch bei Baumbestattungen der Fall sein, vermutet die Friedhofsverwaltung.

Bestattungsplanung

Auch die Idee mit Bestattungen beim Mühlbühl lehnte die Friedhofsverwaltung ab. Dort sei mit Vandalismus zu rechnen. Wie Bürgermeister Franz Stahl in der Sitzung ausführte, gebe es dort auch keine Infrastruktur für Beerdigungen, wie Parkplätze für Angehörige. Paulus Mehler (CSU) fand die Idee der JU grundsätzlich gut. Trotz der Stellungnahme der Friedhofsverwaltung sollte langfristig eine Möglichkeit gesucht werden, Baumbestattungen anzubieten.

Das sah auch Dritter Bürgermeister Norbert Schuller (Freie Wähler) so. In Zukunft setze sich der Trend sicher fort, dass mehr und mehr Erdgräber aufgelöst werden. „Es gibt jetzt schon große Lücken.“ Später sei sicher mehr Platz für Baumbestattungen. Wie Stahl schilderte, seien bereits jetzt 80 Prozent der Bestattungen Urnenbestattungen. Er merkte an: „Der Antrag wird nicht in die Tonne getreten. Wir behalten das Thema im Auge.“ Der Bauausschuss beschloss, bis auf Weiteres keine Baumbestattungen auf dem städtischen Friedhof zuzulassen.

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