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Ziegenbock Jake wurde eine würdevolle Bestattung verwehrt – Jetzt startet Hanauer Gnadenhof eine Petition

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Bestattungsplanung

Hanau. Ziegenbock Jake war elfeinhalb Jahre alt, als er im Oktober 2023 in der Klinik für Wiederkäuer in Gießen nach schwerer Krankheit eingeschläfert wurde. Was ihm zeit seines Lebens vergönnt war, ein Dasein als Haustier, wurde ihm nach dem Tod verwehrt: „Ich war leider gezwungen, meinen Jake am 17. Oktober 2023 zur Verwertung freizugeben“, schreibt John D. Kraft, Leiter des Hanauer Tierrefugiums, in einem Schreiben an die Tierschutzbeauftragte der Bundesregierung, Ariane Kari, und Landwirtschaftsminister Cem Özdemir. Für den Gründer des Hanauer Gnadenhofs eine unerträgliche Vorstellung.

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Wer den Brief weiter liest, versteht schnell, warum. Der Ziegenbock ist ein halbes Jahr als, als er vor elf Jahren im Hanauer Gnadenhof abgegeben wird. Der Leiter zieht das Tier mit der Flasche auf. „Tag und Nacht im Zwei-Stundentakt habe ich ihn über vier Wochen gefüttert und es entstand eine enge Bindung.“

Und auch in den folgenden Jahren gehen die beiden durch dick und dünn. Nicht immer sind die Zeiten für die Freunde leicht. Jack leidet unter großen gesundheitlichen Problemen. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb entwickelt sich bald eine Freundschaft zwischen Mensch und Ziegenbock. „Egal wann, sobald ich ihn rief, kam er, um zu schmusen. Auch unsere Mitarbeiter und viele, viele Besucher wurden sofort beschmust und alle waren begeistert von seinem herzlichen Wesen.“

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Im Oktober musste Kraft dann von seinem tierischen Freund Abschied nehmen. Sein Wunsch: Den Ziegenbock würdevoll kremieren lassen und seine Asche unter einen Baum pflanzen. Doch daraus wird nichts. „Leider habe ich hierfür von dem für uns zuständigen Veterinäramt keine Genehmigung erhalten, da in der Ausnahmeregelung für die Kremierung von Tieren (§4 Tierische Nebenproduktebeseitigung) nur Equiden erwähnt werden. Eine Nennung von Ziegen oder anderen ‚Nutztieren‘ erfolgt nicht.“

Was für Pferde möglich ist, soll einer Ziege, die mit der Flasche aufgezogen wurden, verwehrt bleiben? Der Gnadenhofgründer will sich damit nicht zufriedengeben. „Ein Nutztier, das nie zur Lebensmittelgewinnung vorgesehen war, dass über elf Jahre lang versorgt, geliebt und behütet wurde, muss man doch – auch rechtlich – als Haustier ansehen und dementsprechend auch wie einen Hund oder eine Katze kremieren dürfen.“

Ziegenbock Jack lebte als Haustier, und wurde nach seinem Tod wie ein Nutztier verwertet.

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Wenn für ein Pferd eine Ausnahmegenehmigung vorgesehen ist, dann muss das doch auch für andere Tierarten gelten, die wie Haustiere leben“, schreibt Kraft im Brief an die Vertreter der Bundesregierung.

Seine Forderung: Das Gesetz noch einmal diskutieren und Änderungsvorschläge einbringen, damit Halter von „Nutztier“-Haustieren die Gelegenheit erhalten, ihre geliebten Tiere würdevoll zu bestatten. Wie Kraft weiter informiert, habe er einen auf Tierrechte spezialisierten Anwalt kontaktiert, der derzeit keine Chance sehe, auf rechtlichem Weg eine Gesetzesänderung zu veranlassen. Jetzt will das Tierrefugium mit einer Petition die Behörden, Ministerien und Medien für das Thema sensibilisieren, um Ausnahmeregelungen in das Gesetz einzubauen.

Die Petition ist unter www.openpetition.de/tierrefugium im Internet zu finden.

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Das Tierrefugium Hanau wurde 2005 als Gnadenhof für Tiere, denen das Schicksal besonders übel mitgespielt hat, gegründet. Alte, kranke und behinderte Tiere finden hier ein Zuhause, werden versorgt, gepflegt und geliebt, teilt der Gnadenhof mit. Hier leben Hunde, Pferde, Ponys, Ziegen, Schafe, Lamas, Hühner, Wachteln und Kaninchen.

GNZ

 

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